Zeigt Gesicht! Die Abschiedsreden von Michelle & Barack Obama

Dienstag, 27. Februar 2018



Original: "-" / 2017, Ullstein Verlag, 64 Seiten, Übersetzer/-in: Astrid Gravert, gebunden mit Schutzumschlag, ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch oder eBook

In ihren leidenschaftlichen und eindringlichen Abschiedsreden richten sich Barack und Michelle Obama an ihr Land und die ganze Welt. Sie fordern uns auf, unsere Werte, Pflichten und Chancen als Bürger nie aus den Augen zu verlieren. Freiheit, Demokratie, Offenheit, Gerechtigkeit und Bildung für alle – dies alles macht eine funktionierende Gesellschaft aus. Doch zum Besseren wenden können wir die Dinge nur, wenn wir uns täglich selbst dafür engagieren.

H I N T E R L A S S E N E   S P U R E N

In den letzten Jahren hat sich meine gesellschaftliche und vor allem politische Wahrnehmung sehr stark entwickelt. Ich begreife mich immer mehr als aktiven Teil der Gesellschaft und komme aus meiner Ecke, in der ich mich in die letzten Jahren immer wieder verkrochen habe, wenn ich nichts von Politik hören wollte.
Mein Interesse an den verschiedensten gesellschaftlichen und politischen Themen steigt und grundsätzlich auch das für das ehemalige Präsidentenpaar Barack und Michelle Obama. Somit hat mich das Buch angesprochen und der auffordernde Charakter des Buchtitels mich zum Kauf überzeugt.
Auch wenn die beiden Reden sich zielgerichtet an das amerikanische Volk und die Verhältnisse in Amerika beziehen, sollte dieses Buch auch die nicht Amerikaner an die wichtigen demokratischen und sozialen Inhalte erinnern und an die Werte des Miteinanderlebens.
Unabhängig vom persönlichen politischen Standpunkt des Lesers, ist Zeigt Gesicht! ein sehr eindringliches und lesenswertes Buch das den Leser nachdenklich gestimmt hinterlässt.

Liest du gerne Bücher mit Niveau?

Sonntag, 25. Februar 2018


Vor einigen Monaten habe ich auf einer Internetseite, die sich mit Literatur und Bücher beschäftigt, eine Entdeckung gemacht, die mich persönlich zugleich verärgert, entsetzt und empört hat. Ich kann aus Sicherheitsgründen und um einen Komflikt zu vermeiden natürlich nicht die genaue Seite nennen und hoffe diesbezüglich auf euer Verständnis. Aber hier geht es nicht um die erwähnte Seite an sich sondern viel mehr um einen bestimmten Artikel. 

Was ist dein Niveu?

In diesem Beitrag ist die Rede von einem Artikel der den Lesern die Frage Liest du gerne Bücher mit Niveau? stellt. Dabei wurden verschiedene Romane des Genre Gegenwartsliteratur erwähnt. Auf dieser Liste befanden sich Titel wie zum Beispiel Ellbogen von Fatma Aydemir, Sympathie von Olivia Sudjic, Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara oder Lize Spit mit Und es schmilzt. Die oben genannten Romane haben im letzten Jahr viel Aufsehen in der literarischen Welt erregt. Während einige Romane Kritik einstecken mussten, konnten andere einige Befürworter für sich gewinnen. Auch ich habe im letzten Jahr das Genre der Gegenwartsliteratur für mich entdecken und eine Vorliebe dafür entwickeln können. Trotzdem stelle ich mir die Frage Was sind Bücher mit Niveau? Haben Leser der anderen Genres kein Niveau? Denn meiner Meinung nach wird genau das indirekt behauptet. Das ist keine Frage mehr der Interpretation jedes Einzelnen, sondern eine grobe und sogar verletzende Beleidigung an die Adresse der Leser anderer Genres.
Ich glaube dass jedes Genre, egal ob es Gegenwartliteratur, Biografie, Thriller oder Fantasy ist, etwas anspruchsvolles, zudem auch sprachlich und stilistisch, sehr gut an sich haben können.

Habe ich kein Niveu?

Ich persönlich lese querbet ein bisschen von allem, dass für mich spannend klingt. All das kriegt eine Chance, unabhängig vom Genre. Und ich glaube so geht es vielen Lesern da draußen. Es ist tatsächlich so, dass die Bücher dieser unterschiedlichen Genres jeweils einen anderen Anspruch des Lesers erfordern. Allerdings würde ich nicht so weit gehen und behaupten, dass dies auf höherem oder niedrigem Niveau passiert. Nein, es ist einfach eine andere Art des Anspruchs.
Wie schon oben erwähnt, erst letztes Jahr durfte ich die Gegenwartsliteratur für mich entdecken mit dem Buch Ein wenig Glück von Claudia Piñeiro. In der Gegenwartsliteratur werden Geschichten erzählt, die einen anderen Realitätsbezug haben und Alltagsprobleme bzw. Alltagssituationen anders behandeln wie zum Beispiel in erotischer oder fantastischer Literatur.
Oscar Wilde sagte einmal:
Es gibt weder moralische noch unmoralische Bücher. Bücher sind gut oder schlecht geschrieben, nichts sonst.
Der selben Meinung bin ich auch, dass Literatur weder ein höheres oder niedrigeres Niveau hat, unabhängig von Genre, Schriftsteller oder Dicke.

9 Küchbücher in 2018

Montag, 19. Februar 2018


Wie ich in meinem letzten Beitrag zu den Bücher in 2018 schrieb, das Jahr hat in vollen Zügen begonnen - ein Jahr voller neuer Bücher unterschiedlicher Genres. Heute möchte ich euch meine 9 Kochbuchhighlights aus den Frühjahrvorschauen vorstellen, die für mich sehr interessant klangen.
Ich hoffe das zwischen den nächsten Büchern auch etwas für euch dabei ist.


Beauty Kitchen von Carla Oates erscheint im Mai im Prestel Verlag, The Kinfolk Table von Nathan Williams erscheint im Februar im Knesebeck Verlag, Die neue Ess-Klasse von Sibylle Sturm erscheint im März im Ars Vivendi Verlag, California Cuisine von Kristina Koch erscheint im April im EMF Verlag, Beauty Food von Christina Wiedemann ist erschienen im Januar im EMF Verlag, Salat Satt von Amanda Hesser erscheint im April im Südwest Verlag, Einfach Gut Essen von Sarah Britton erscheint im Februar im Knesebeck Verlag, The Big Bowling von Dorothea Kiefer und Ira König erscheint im Mai im GU Verlag, Feierabendfood von Susanne Bodensteiner erscheint im April im GU Verlga

Welchen Kochbücher haben euer Interesse geweckt? Habt ihr vielleicht noch andere Tipps die ich unter die Lupe nehmen soll?
Ich freue mich auf jeden Tipp der von euch kommt.

Memory Game: Erinnern ist tödlich von Felicia Yap

Montag, 5. Februar 2018



Original: "Yesterday"/2017, Penthaligon Verlag*, 544 Seiten, broschiert, Übersetzer/-in: Bettina Spangler, ★★★★★ 5 von 5 Sterne, hier kaufen als Buch oder eBook

In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde im Fluss gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen?

H E R A U S R A G E N D E S ,  A U ß E R G E W Ö H N L I C H E S   D E B Ü T

Ein Welt wie unsere, nur ganz anders. Felicia Tap hat mit Memory Game eine Welt erschaffen, in der es zwei Klassen von Menschen gibt. Die Duos, die sich nur an alles der letzten zwei Tage erinnern können und diejenigen, die sich nur an den direkt vorangegangenen Tag erinnern. Alles woran sich die Menschen erinnern wollen, muss in ein Tagebuch eingetragen werden, früher in Form eines Notizbuchs, heute in elektronischen Form.  Die Story umfasst genau einen Tag an dem wir abwechselnd verschiedene Charaktere begleiten, sowie auch Ereignisse, die teilweise in der Vergangenheit stattgefunden haben. Das ungewöhnliche Setting konnte mich ab den ersten Seiten fesseln und somit fand ich die Geschichte gleich sehr interessant. Die Idee mit den Erinnerungen, die Ermittlung, der Mord usw. konnten mich von Anfang an absolut begeistern. Felicia Tap hat die Geschichte äußerlich gut ausgearbeitet und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. 
Die Perspektivenwechsel und verschiedenen Erzählebennen, die für manche vielleicht verwirrend sein mögen, haben mir besonders gut gefallen. Diese Taktik bringt Spannung in den Roman, die von Anfang bis Ende anhält und den Leser immer wieder mit neuen Szenen überrascht. 
Felicia Yap schreibt leicht aber trotzdem sehr intensiv und bildgewaltig. Trotz des Wechsels von Dialogen zu Tagebucheinträgen oder Ereignissen, kommt die Geschichte nicht zu kurz. Der leichte Schreibstil der Autorin hilft den Lesern dabei sich in das Buch fallen zu lassen und es bis zu Ende unterhaltsam.
Während des Lesens ergaben sich immer wieder neue Fragen. Man ertappt sich selber dabei, wie man Theorien spinnt und diese über den Haufen wirft, nimmt sie allerdings im Nachhinein wieder auf.
Für mich war das Buch eine außergewöhnlich interessante Vorstellung der Welt, ein fast philosophischer Thriller, auch wenn sie des öfteren angsteinflößend wirkte. Das Buch hat alles was ein guter Thriller braucht und vieles mehr. Es regt der Leser zum nachdenken an. Das Memory Game auch noch ein Debütroman ist finde ich persönlich erstaunlich. Ich freue mich bald noch vieles mehr von der Autorin lesen zu dürfen.

*Vielen herzlichen Dank an den Penthaligon Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars!
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